PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Streaming Client für Audio - einfach, Bedienung per Handy(oberfläche)



ThePapabear
01.01.2014, 20:43
Hi!

Ähm... wo fang ich an? Mich ärgert zur Zeit, dass ich zwar unsere digitalen Daten hier im Haus mit dem Server schön im Griff habe, alle darauf zugreifen können um Videos, Bilder, Musik,... ab zu spielen. Zugleich funktioniert das recht gut im Zusammenspiel mit dem Auto.

Allerdings gibt es da eine massive Einschränkung. Nämlich die Audio Wiedergabe vom Server weg. Dazu muss man hier die PS3 anschmeißen (nein, ich kaufe mir nicht extra einen Netzwerkfähigen Receiver, mein ONKYO 875 funktioniert spitze! ;) ) und somit auch den TV. Das ist viel zu viel Strom, nur um nicht Radio hören zu müssen.

Ich bin mir noch nicht ganz im klaren, was mir da jetzt vorschwebt, aber ich möchte was stromsparenderes, einfach zu bedienendes haben, das ich ins Netzwerk hänge (W-lan wäre fein) und das entweder ein Display hat um es vernünftig daran bedienen zu können, oder eine Oberfläche mit bringt, die man auf einem (Android oder Win8) Handy bedienen kann.
Gibt es da was, woran ich nicht erst wochenlang zu tun habe, die Software zu verstehen und zu installieren und das mir nicht die Geldbörse weg frisst?
Ich fange gerade erst damit an, mich in der Richtung um zu sehen, kann also noch keine Präferenzen vorweisen, bin dafür um so offener für eure Vorschläge. ;)

lg
Herbert

fireball
01.01.2014, 20:52
Leider das typische DLNA-Problem... Der Kram ist dafür konzipiert, aber keiner machts ordentlich ond baut ordentliche Renderer, die man auch von einem Remote-Point aus bedienen kann... Ich hab vor ungefähr nem Jahr mal danach gesucht... Ich hab nichts gefunden, was die Kriterien wirklich erfüllt hat - was für mich zumindest hiess: Handy übernimmt nur die Kommandos und ist ansonsten außen vor und kann wieder abgeschaltet werden. Leider :(

ThePapabear
01.01.2014, 21:02
Ach nö, ich dachte das wäre jetzt wirklich genug Zeit gewesen, dass da mal was in der Richtung zu Tage gefördert wird.
Für mich sollte das Handy nämlich tatsächlich maximal die "Fernbedienung" für das Teil ersetzen und nicht ständig als "Schnittpunkt" mit laufen muss.
Also nicht mal mit einem Raspberry Pi und XBMC gesteuert über sowas wie Music Pump XBMC Remote kann sowas? Sprich die App muss am Handy weiter laufen, solange ich die Musik hören will? Ist ja ätzend...

Yamiro
01.01.2014, 21:20
Ich habe deinen letzen Punkt gelesen, wo du sagst, das Handy soll nicht ständig mitlaufen.
Ich verstosse trotzdem dagegen und löse auch nur ein Teilproblem. Vielleicht gibts dennoch Anstösse in die eine oder andere Richtung.

Ich habe das Radio-Problem so gelöst, dass ich mir ein Bluetooth Dongle an den Receiver gehängt habe und mein Alt-Handy damit gepairt habe. Nun übernehmen Radium, DeliTape oder TuneIn alle meine Radiobedürfnisse. Die erste App gibt es nur für iOS, die letzten beiden auch für Android. Deine Server Musik kann keine der drei Apps, aber DNLA-Clients als Apps gibt es meines Wissens.

Die Idee ist halt eine Umsetzung auf 2 Ebenen. Der StreamingClient auf dem Handy zieht Radio via WLAN (und stellt gleich die komfortable Touch-Bedienung und die Suche nach Sendern via Klartext Namen oder Genres), Bluetooth transferiert das Audio an die Anlage.

bnh
01.01.2014, 21:39
Ich hab ne Squeezebox touch hier... aber die ist eigentlich zu teuer....

Macht aber genau das was du willst... Du musst nur auf dem Server noch den squeezebox Server installieren... Bedienung direkt am Gerät oder eben Remote mit diversen Android/ios Apps.... Audio Out entweder digital optisch oder analog Cinch...

Marc

ThePapabear
01.01.2014, 22:03
OK, dann wollen wir noch ein wenig mehr die Grundlagen klären, die vorliegen. Es läuft ein Windows Home Server 2011 mit Freigaben und darauf auch der PS3 Mediaserver. Mit Linux habe ich es versucht, aber dazu bin ich von der Materie viel zu weit weg um das sinnvoll konfigurieren und warten zu können. Sprich, Windows sollte auf der alten Kiste weiter erhalten bleiben.
Ob er Abspieler jetzt per DLNA oder über die Freigabe auf den Server zu greift, ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal. Hauptsache das läuft stabil.

Ich hatte das schon über Airplay zu lösen versucht, da aber 1. die Apple Geräte gerade am aus dem Haus verschwinden sind und 2. die Akzeptanz eigentlich nicht vorhanden war, versuche ich einen neuen Ansatz zu finden, der mit der vorhandenen Hardware harmoniert und wo auch die Chance auf Akzeptanz höher ist. Dazu muss dann die Bedienung halbwegs schön funktionieren.

Ganz ehrlich ist mir so eine Squeezebox Touch mehr als nur ein wenig zu teuer, das muss sehr deutlich billiger umsetzbar sein, oder ich lasse es bleiben. Dann läuft halt weiter stumpfsinnig Radio von unseren hochgradig beliebten Sendern, die sich kaum wiederholen...

Ein Bluetooth Dongle ist insofern keine Alternative, als mein Receiver kein USB kennt. ;)

Yamiro
01.01.2014, 22:11
Und ein ausgemusterter Androide als Streaming Client via Bluetooth Dongle? Das Dongle ist quasi nur ein Böxchen mit Coax out dass sich prima hinter deinem Receiver verstecken lässt.

https://play.google.com/store/apps/details?id=com.bubblesoft.android.bubbleupnp&hl=de

ThePapabear
01.01.2014, 22:27
Ausgemusterte Androiden gibt es hier leider (noch) nicht. Könnte man die denn dann auch per weiterem Androiden steuern (danke, die App werde ich mir genauer ansehen)?
Da sind wir eh schon bei einem Punkt, der mich im Moment ziemlich interessiert. Es gibt da ja diese ganzen kleinen Android PC´s, die man scheinbar mit der richtigen App dann auch per Telefon steuern kann und die außer der Audio Geschichte auch noch Video bieten würden. Was kann man von den Dingern halten/erwarten? Sind ja auch kaum teurer als ein Raspberry und man muss sich nicht mehr mit der Grundkonfiguration der Software plagen.

fireball
01.01.2014, 22:33
Ok, wie siehts aus mit XBMC auf einem RaspberryPi? Steuerung per Handy wäre hier kein Problem.

Yamiro
01.01.2014, 22:52
Könnte man die denn dann auch per weiterem Androiden steuern (danke, die App werde ich mir genauer ansehen)?
Warum den einen Androiden mit dem Anderen fernsteuern? Warum nicht beides in einem? Einziges Problem ist, dass er dann und wann Strom tanken mag.
Die App ist jetzt keine persönliche Empfehlung, sondern nur der erste Google Hit bei "Android DLNA Client" mit hinreichend vielen und guten Bewertungen.

Trent_R
02.01.2014, 10:47
Bei mir laufen Raspberry Pis mit dem Music Player Daemon, die direkt an der Anlage bzw. den Aktivboxen hängen. Die fressen weniger als 1W und dürfen deshalb durchgehend laufen.

Die Musik selber liegt auf einem Fileserver (wieder ein Raspberry Pi). Die Übertragung erfolgt per WLAN.

Zum Steuern verwende ich MPDroid auf dem Android-Handy sowie diverse andere Clients für Windows, Linux und Webserver (rompr, läuft auf besagtem Fileserver, der auch gleich noch Webserver spielt).

fireball
02.01.2014, 11:05
Bekommt man das - "Airplay"-mäßig synchron über verschiedene Räume gebacken?

Trent_R
02.01.2014, 12:15
Du meinst, z.B. für eine Party mehrere Räume mit derselben Musik versorgen? Hab ich noch nicht probiert. Da allerdings auf jedem RasPi ein separater MPD läuft, kann ich mir vorstellen, dass es nicht synchron läuft, es sei denn, die Teile bekommen einen Stream von zentraler Quelle ab. Und selbst da kann ich mir Verschiebungen vorstellen, weil die Audioframes nicht haargenau gleichzeitig abgespielt werden. Da düfte sich z.B. bei Schlagzeugsounds dieser Ba-Dum-Effekt ergeben.

Kann Airplay das mit entsprechendem Delay?

ThePapabear
02.01.2014, 12:35
Ok, wie siehts aus mit XBMC auf einem RaspberryPi? Steuerung per Handy wäre hier kein Problem.

Bekommt man einen Raspberry ans Laufen, ohne sich sonderlich mit Linux aus zu kennen? Ich kann zwar Tutorials abarbeiten, aber diese Linux Freaks (bitte niemand persönlich auffassen) sind ja zum Teil sehr wenig Mitteilungswillig und dann wird´s schwierig, wenn man Infos aus verschiedenen Quellen braucht, um eine Sache ans Laufen zu bekommen.
Das ist einer der Gründe warum auf meinem Server wieder Windows läuft. Ich will nicht Linux Grundlagen lernen müssen... ;)

fireball
02.01.2014, 12:48
Hm, denke schon. Die XBMC-Distris die ich mal getestet hatte waren eigentlich recht Easy aufzusetzen.

Zum RPi kommt allerdings noch ne 6-Euro-USB-Soundkarte dazu... die Qualität des internen Audio-Ausgangs ist wirklich unter aller Würde.

Trent_R
02.01.2014, 14:30
Stimmt. Der analoge Ausgang schafft leider nicht viel, wobei mir die (mittlerweile verbesserte) Qualität für die Küchenbeschallung reicht. Im Wohnzimmer ist der RasPi allerdings per HDMI an den Verstärker angeschlossen.
Das Wohnzimmer-Setup besteht aus einem Raspberry Pi Model A (der kleinere, billigere mit weniger Stromverbrauch), einem Edimax 7811-WLAN-USB-Knubbel, einem Handynetzteil und einer 2GB-SD-Karte.
Für MPD gibt es m.W. keine fertigen Distros, aber ich könnte bei Bedarf meine Selbstbauinstallation von persönlichen Daten (User/Passwörter, SSH-Keys und Freigabenamen) befreien und Dir irgendwie zukommen lassen.

ThePapabear
02.01.2014, 19:01
Den gibt´s ja in fertigen Mediacenter Kit´s für 60,- bis 70,- bei Amazon.
Von den Zusammenstellungen her sind die großteils so, dass ich die einzeln nicht billiger hin bekommen würde und haben sogar schon vorinstallierte Software drauf (wie sinnvoll die auch immer sein mögen, würde aber immerhin einen schnellen Test erlauben). Die Version B hat aber nun wohl 3,5W Stromverbrauch (immer noch nicht die Welt aber doch dreimal so viel).

Angeschlossen wird der auf jeden Fall per HDMI am Receiver, falls sich das System bewährt eventuell noch in der Kellerbar, da reicht dann aber garantiert der analoge Ausgang. Da geht´s nie wirklich sonderlich um Klangqualität.
Wird immer interessanter das Teil und rutscht gerade die Liste recht weit nach oben. Ich werde mir wohl noch XBMC und andere Software ansehen, damit ich mir ein Bild von der Bedienung machen kann. Das wird dann die letztendliche Entscheidung sein, ob es wirklich ein Raspberry werden wird.

Danke für eure Hilfe!

goemichel
06.01.2014, 10:32
Moin,

bin gerade über den soundpick-Newsletter auf den CocktailAudio X10 (B0050PRQWA) aufmerksam geworden. Wär das nicht was, was in das ursprünglich angedeutete Beuteschema passen würde?

Trent_R
11.01.2014, 09:52
Zum RPi kommt allerdings noch ne 6-Euro-USB-Soundkarte dazu... die Qualität des internen Audio-Ausgangs ist wirklich unter aller Würde.

Hab da noch was passendes gefunden: HifiBerry (http://www.hifiberry.com/) (allerding teurer als 6 Euro)

ThePapabear
11.01.2014, 11:28
Okay, das ist dann mal (im Vergleich zum Hauptgerät) ein gesalzener Preis. Ist aber wohl nur nötig, wenn man analog den Sound ausgeben will, oder? Ich würde eh per HDMI an den Receiver gehen.

Kann ich mir den MPD auch im Betrieb ansehen, wenn ich hier überall nur Windows im Betrieb habe? Scheint wohl nicht möglich zu sein. Sieht irgendwie nach einem komplizierten Gebilde aus, kann aber auch sein, dass das nur für "KlickiBunti" User so aussieht. Ich bin aber leider so einer. ;)

@Michel: Ähm, danke aber das durchschlägt das Preislimit ganz locker um mindestens das doppelte.

bnh
11.01.2014, 11:55
Kann ich mir den MPD auch im Betrieb ansehen, wenn ich hier überall nur Windows im Betrieb habe? Scheint wohl nicht möglich zu sein. Sieht irgendwie nach einem komplizierten Gebilde aus, kann aber auch sein, dass das nur für "KlickiBunti" User so aussieht. Ich bin aber leider so einer. ;)

Ich hatte IMHO mal den MPD auf der dbox2 laufen und hatte da IMHO ein Plugin für Winamp... aber ich finds nich mehr... auf die schnelle hab ich nur das hier gefunden. Mußt mal testen :

http://www.admiraal.dds.nl/lexinteractive.php?sid=13823857&page=mpdc

Marc

fireball
11.01.2014, 12:23
Okay, das ist dann mal (im Vergleich zum Hauptgerät) ein gesalzener Preis.

Richtig - für zusammen 70 Euro gibts doch durchaus deutlich um Faktoren leistungsfähigere Boards...

goemichel
12.01.2014, 01:01
Mag ja sein, aber das Ding ist pnp UND hat ein Display. ;)

Trent_R
12.01.2014, 08:43
Kann ich mir den MPD auch im Betrieb ansehen, wenn ich hier überall nur Windows im Betrieb habe?
Der MPD auf einem Raspberry an sich hat nichts sichtbares, der wird nur per HDMI (oder eben analog) an die Anlage geklemmt, per Handy-Netzteil mit Strom versorgt und zapft seine Daten per WLAN-Stick vom Fileserver.

Den sichtbaren Teil besorgen die diversen Clients, die es für Android (MPDroid etc.), Linux (z.B. GMPC für Gnome), Windows und Webserver (z.B. rompr) gibt. Die verbinden sich mit dem MPD-Rechner, setzen die Befehle an selbigen ab und zeigen Informationen über die gerade laufende Musik an. Einige zeigen bei Bedarf auch die Wikipedia-Seite zum Künstler oder die Lyrics zum gerade laufenden Lied an, aber das passiert rein auf der Client-Seite.

Ich mach mal ein paar Screenshots von den bei mir laufenden Clients, sobald ich wach bin.

Trent_R
12.01.2014, 10:18
523452355236
MPDroid. V.l.n.r: Die "Now Playing"-Ansicht mit Bedienelementen unten / Die Suchfunktion / Die Albenansicht nach Auswahl eines Interpreten

Trent_R
12.01.2014, 10:25
5237
RompR. Wird einfach auf einen Webserver im heimischen Netz gepackt und kann dann per Browser aufgerufen werden. Oben links die Bedienelemente. Oben mittig Trackinfos. Unten links die Musiksammlung. Unten Mitte die Wikipedia-Seite zum gerade laufenden Interpreten. Unten rechts die Playlist. Per Drag & Drop oder Doppelklick kann man Tracks von der Sammlung in die Playlist packen. Ein Klick auf einen der Tracks in der Playlist springt direkt zu diesem. Im mittleren Panel lassen sich neben der Wikipedia über die kleinen Symbole über dem Panel noch andere Dienste anzeigen (last.fm usw.).

fireball
12.01.2014, 10:27
Was mir da grade einfällt... Herbert, Dreambox habt ihr keine im Haus, oder?

Trent_R
12.01.2014, 10:30
5238
Gnome Music Player Client (GMPC).
Ist eine Standalone-Anwendung für Gnome (bzw. GTK) und tut in etwa dasselbe wie RompR, nur dass die Panels anders angeordnet sind. Es gibt auch ähnliche Clients für Windows.

Hier ist eine Liste aller möglichen Clients: http://mpd.wikia.com/wiki/Clients

Trent_R
12.01.2014, 10:34
5239

Corpus delicti. Oben der HDMI-Anschluß (an dem ich das Teil während des Fotos festgehalten habe), rechts der Stromanschluß (Micro-USB) und die SD-Karte mit dem Betriebssystem, unten Kopfhörer- und Composite-Anschluß, links im USB-Port der WLAN-Stick. Stromverbrauch <1W.

fireball
12.01.2014, 15:21
Bleib auch hier nochmal die Frage: bekommt man da saß Playback auf mehreren Geräten gleichzeitig und synchronisiert hin?

ThePapabear
12.01.2014, 16:45
OKAY, jetzt hab ich das mit dem UPD geschnallt. Reine Server Anwendung, die Daten sammelt und streamt und das genau so, wie man es per Client einstellt. Sieht schon mal nicht übel aus und ist für eine reine Audio Wiedergabe sicher mehr als genug Tool. Für Audio und Video währe dann wohl XBMC "besser"? Ich schätze mal, eine Co-Existenz ist mangels Hardware Ressourcen nicht so günstig.

@Marcus: Nein, für eine Dream hat es noch immer nicht gereicht, aber ich habe einen Topfield TF7700 mit Enigma 2 im Betrieb. Der ist aber irgendwie in der Zwischenzeit aus dem Raster gefallen, was Support oder neuere Versionen anbelangt. Zudem ist der Karren eher schnarch langsam und hat noch immer das Problem, dass man mit der Fernbedienung recht direkt zielen muss.

fireball
12.01.2014, 17:39
Okay da weiss ich nicht wie die aktuelle Software ausschaut, für die Dreams gibt es mittlerweile gut funktionierende UPnP Renderer die sich z. B. mit BubeUPnP vom Android aus beschicken lassen...

Trent_R
12.01.2014, 19:11
Bleib auch hier nochmal die Frage: bekommt man da saß Playback auf mehreren Geräten gleichzeitig und synchronisiert hin?
Ich hab die Frage mal gegoogled, weil ich selber keinen Bedarf an synchronisiertem Playback habe und auch keine Zeit in das Thema investieren kann. Wie es aussieht, benutzen die meisten Projekte dieser Art den Zeitserver-Dienst (NTP), um die Geräte zu synchronisieren. Dies soll auch millisekundengenau klappen. Ob dafür MPD die richtige Lösung ist, wage ich zu bezweifeln. Vielmehr benötigen zumindest die Abspieler nur einen eher "dummen" Streaming-Client, welcher einen Audiostream von zentraler Stelle (dort kann dann MPD laufen) einfach nur empfangen, dekodieren und an die Boxen schicken kann.
Hier geht's um das Thema:
http://www.raspberrypi.org/phpBB3/viewtopic.php?f=38&t=25684



Ich schätze mal, eine Co-Existenz ist mangels Hardware Ressourcen nicht so günstig.
Bei OpenELEC ist MPD nicht integriert. Die setzen auf die Audio-Wiedergabe von XBMC, die sich aber wiederum nur vernünftig steuern lässt, wenn der Fernseher an ist.
Ich bastele gerade an einer Lösung, die OpenELEC und MPD als DualBoot auf einer SD-Karte vereint. Die Idee ist die, dass das Gerät abwechselnd ins OpenELEC oder MPD bootet. MPD stellt nach dem Hochfahren den nächsten Start auf OpenELEC und umgekehrt. OpenELEC lässt sich über die Fernbedienung herunterfahren, womit dieser Weg schon mal klappen würde. Für MPD würde ich mir ein Signal ausdenken (z.B. 3x hintereinander Stop drücken), um einen Reboot nach OpenELEC auszulösen.

ThePapabear
22.03.2014, 19:28
So, dann hier mal wieder eine Aktualisierung mit meinen ersten Erfahrungen der letzten Zeit.
Ich habe mir einen RaspberryPi zusammengestellt (Version B) inkl. den von mir benötigten Dingen und den Kühlkörpern um ihn übertakten zu können.

Ich habe RaspBMC auf dem übertakteten System laufen inkl. ein paar kleiner Addons. Das Ding ist dafür gerade performant genug (System auf Class 10 SD Karte), ich habe aber im Netz noch die Aussage gefunden, dass man mit der Misch Installation (Bootloader auf der SD Karte, System auf einem schnellen USB3 Stick) noch spürbar mehr Performance heraus holen kann.

Performance:
Mit Maus und Tastatur relativ flüssig zu bedienen, kaum irgendwo Hänger, Menüs öffnen schnell und auch Bilder der Datenbank werden schnell geladen. Diverse Ansichten inkl. der ganzen aus dem Netz abgerufenen Daten sind eigentlich immer recht zügig fertig geladen.
Startet man eine größere Datei (kommt über SMB Freigabe, NFS wäre schneller müsste aber über Fremdsoftware realisiert werden) dauert es zwar etwas, bis angefangen wird den Film zu spielen, aber das ist IMHO nicht wirklich länger als bei z.B. der PS3.
Bedienung vom Handy aus, funktioniert mit z.B. Yatse am Android Telefon wunderbar. Es dauert hier aber ab und an etwas, bis man eine Reaktion am Pi sieht. Ich habe auch am Windows Telefon eine App gefunden, die für mich gut aussieht. Nicht so schön wie Yatse, sollte aber alles bieten, was man wirklich braucht. Das wäre dann xbmc remote free, welches mich am Android Telefon eigentlich nicht überzeugen konnte. Da war Yatse sehr viel besser. Interessanter weise, sieht xbmc remote free am Windows Telefon besser durchdacht und mit mehr Funktionen ausgestattet aus. Vielleicht habe ich am Android Handy aber auch einfach was falsch gemacht, als ich das eingerichtet habe.

Übersicht:
Die Menüs sind sehr einfach zu überblicken und man findet schnell alle Einstellungen. Freigaben und andere Quellen sind recht einfach hinzu gefügt. Auch das Organisieren funktioniert wunderbar, sobald man alle Quellen mal der Datenbank hinzu gefügt hat. Bei Musik funktioniert das bei mir irgendwie nicht auf den Hauptordner, ich muss da jedes Album der einzelnen Bands (Meine Struktur = /MP3/Band/Album/Titel) auswählen und hinzu fügen um das in die Datenbank zu bekommen. Das ist eine etwas längere und mühsame Arbeit.
Hat man die Datenbank mal gefüllt, kann man schön seine Ansichten zusammen stellen. Genre, Künstler,..... alles was man in den Tags hat funktioniert für die Sortierung. Ein "Shuffle all" habe ich so noch nicht gefunden, hatte dafür aber auch noch keine Zeit. Es gibt Playlists, die man erstellen kann und wo man jederzeit beim durch blättern was zur aktuell laufenden hinzu fügen kann, aber das ist meist nicht das was ich der Einfachheit halber will.

Addons:
Hier gibt es sehr viele, ich habe da noch nicht ansatzweise einen Überblick. Mir reicht aber bislang, dass ich die Filmdaten über IMDB bekomme, mir also alle Inhaltsangaben des Films und sogar Trailer (Youtube Plugin) ansehen kann, wenn ich das will.
Internetradio ist dann so ungefähr das für mich wichtigste Plugin insgesamt. Sehr viele Stationen vorhanden, da kann ich lange Probehören, welche mir am meisten zusagen. Die wandern dann nach und nach in die Favoriten, die man schnell übers Hauptmenü aufrufen kann.

Fazit:
Mein Fazit bislang lautet, dass ich ehrlich überrascht bin, wie gut das wirklich läuft. Ich kann nicht nachvollziehen, dass so mancher behauptet, das wäre un bedienbar weil viel zu langsam. Es ist nicht rasend schnell, aber echt nicht störend langsam. Man sollte vielleicht darauf achten nicht all zu viele Plugins zu installieren die Performance ziehen. Dann bleibt genug davon für die Hauptaufgaben übrig. Oder auf 4 Worte zusammen gefasst: ich mag das Teil ;)

Ach ja fireball: RaspBMC kann als Client für iTunes über Airplay bedient werden. Ich hab die Funktion zwar aktiviert, aber noch nicht getestet. Somit sollte es auch möglich sein, mehrere Räume synchron versorgen lassen.

Ach ja, den negativen Punkt habe ich vergessen:
Wenn ich den RPi laufen lasse und am Onkyo umschalte, bekomme ich weder Bild noch Ton. Dazu muss ich den RPi neu starten. Ich denke, das hat irgendwas mit dem HDMI Handshake zu tun. Muss ich mal schauen, ob ich am Onkyo da was umstellen kann...

flash77
01.04.2014, 17:39
Das klingt ja echt sehr interessant... ich hab mir erst kürzlich einen Intel NUC mit Core i3 geholt und daraus ein XBMC MediaCenter gemacht... läuft absolut tadellos und super performant - kein Wunder ... auf der Kiste könnte man auch Windows laufen lassen!

Ich hatte auch erst mit einem Raspberry geliebäugelt, weil das Ding ja echt sehr günstig ist - aber die Aussagen zur Performance haben mich dann doch zwei mal überlegen lassen... evtl. hol ich mir so leine Kiste noch fürs Heimkino - da schau ich eh sehr selten Videos von meinem NAS... im Wohnzimmer fast täglich, deshalb hab ich da auch gleich was schnelleres genommen!

fireball
01.04.2014, 18:50
Ich hab mir die Tage ne 70 Euro-Android-TV-Box auf Basis der Rockchip RK3188 bestellt... Ich meld mich, sobald das Teil da ist ;)

Performance ist zumindest mehr zu erwarten als mit dem RPi, zum anderen kann das gute Stück dann ja mittels "Cheapcast" auch noch Chromecast-Ersatz spielen...

flash77
01.04.2014, 23:49
Kann man auf so ne Androidkiste auch nur OpenElec spielen, ohne Android?

fireball
02.04.2014, 06:07
Treiber etc. sind wohl zu haben, also bekommt man bestimmt auch eine reine Linux Version hin zum Aufspielen. Wenn mans kann.

fireball
02.04.2014, 19:23
So, Kistchen kam heute an... *Spannung etwas erhöhe* :D

BergH
23.04.2015, 09:30
Und ?

fireball
23.04.2015, 10:19
Ach jeh. Völlig vergessen den Thread hier :D

Ja hat gut funktioniert das gute Stück, samt Xbmc / kodi, und wurde letztendlich dann doch noch durchs FireTV wegen weniger Frickeligkeit abgelöst.

Trent_R
24.04.2015, 13:59
Dann will ich auch mal updaten:

Hab den RPi A mittlerweile durch einen RPi 2 B ersetzt und betreibe auf diesem MPD (läuft als Dienst die ganze Zeit mit), sowie RetroPie (jede Menge Emulatoren und Retrospiele (Doom, Duke 3D usw.) unter einer recht ansprechenden Oberfläche namens Emulationstation) und KODI, welches sich bei Bedarf von der Emulationstation-Oberfläche starten lässt. Läuft alles sehr flüssig und man kann auch problemlos z.B. MAME-Games zocken, während gleichzeitig der MPD die Hintergrundmusik liefert.

Das Setup entspricht in etwa dem hier:
https://www.youtube.com/watch?v=beBGRwjJI60

Wobei ich allerdings den Teil mit der Kodi-Steuerung über einen Controller nicht installiert habe. Dafür benutze ich eine Logitech K400-Funktastatur, was die Eingabe von Suchbegriffen, z.B. beim Kodi-YouTube-Plugin wesentlich erleichtert.
MPD ging recht einfach per

apt-get install mpd

nachzuinstallieren. Die Konfiguration habe ich vom Vorgänger-Raspi übernommen.

Der WLAN-Knubbel wurde noch durch ein mittlerweile verlegtes LAN-Kabel ersetzt, weil der WLAN-Datendurchsatz in meiner Gegend aufgrund zu vieler Nachbar-WLANs unter aller Sau ist.

Das ganze läuft nach anfänglicher Konfiguration auch ziemlich frickelfrei. Ich plane aber noch, das Emulationstation-Menü um Einträge für z.B. einen Webbrowser (Epiphany in der Raspbian-Version mit HW-Unterstützung) im Kiosk-Mode und einige andere Games (OpenTTD, Widelands, Rocks'n'Diamonds usw.) zu erweitern. Dies funktioniert nach dem gleichen Schema wie bei Kodi (gezeigt im Video).

Irgendwo habe ich noch ein Video gesehen, wie man den Raspi zum Steam-Streamingclient macht. Wäre vielleicht auch noch einen Versuch wert, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass schnelle Spiele gut funktionieren, da das Streamen doch bestimmt einen gewissen Lag verursacht.

Trent_R
24.04.2015, 13:59
D'oh, wieder Doppelpost, weil ich den "Wollen Sie die Seite verlassen"-Dialog falsch beantwortet habe.

Guinness
25.04.2015, 18:59
Irgendwo habe ich noch ein Video gesehen, wie man den Raspi zum Steam-Streamingclient macht. Wäre vielleicht auch noch einen Versuch wert, wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass schnelle Spiele gut funktionieren, da das Streamen doch bestimmt einen gewissen Lag verursacht.

Besitzer von nVidia-Grafikkarten können per Limelight Moonlight Spiele streamen:
http://limelight-stream.com/

Trent_R
25.04.2015, 20:12
Besitzer von nVidia-Grafikkarten können per Limelight Moonlight Spiele streamen:
http://limelight-stream.com/

Yep, das war's. Hier ist auch das Video dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=T_PxW2G_ukY