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Ergebnis 576 bis 600 von 600

Thema: Zuletzt gesehener Film-Topic - Reboot!       

  1. #576
    Cineast
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    Avatar von Gartek
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    Aus dem Verleih: Scenic Route (2013)
    Zwei alte Freunde, Carter (Dan Fogler) und Mitchell (Josh Duhamel) treffen sich nach Jahren zu einem gemeinsamen Roadtrip. Aus Carter ist in den Jahren ein arbeitsloser Schriftsteller und Looser geworden, aus Mitchell, der immer Rockmusiker werden wollte, ein Banker mit Frau, Kind und Haus. Mitten im Death Valley bleibt der olle Truck, mit dem sie unterwegs sind, liegen - weil von Carter bewusst sabotiert. Natürlich haben sie keinen Proviant, keinen Empfang, ohne irgendeine Form von Zivilisation im Umkreis von Dutzenden von Kilometern. Endlich Zeit, "gute" Gespräche zu führen, dumme Ideen von früher weiter zu verfolgen über seine geplatzten Träume zu philosophieren und zu versuchen, irgendwie aus der Misere herauszukommen. Als Hilfe kommt, gibt Carter zu, den Truck sabotiert zu haben. Aber als sie weiterfahren wollen, schlägt Murphy dann natürlich doch zu und die Karre bleibt endgültig liegen... Was nun?

    Eine ziemlich düstere Ausgangssituation, die (größtenteils) zu einem 88minütigen Zwei-Personen-Seelenstriptease führt, bis hin zu "handfesten" Diskussionen, um die Zeit bis zum nächsten vorbeifahrenden Auto zu überbrücken...

    Kann man sich mal angucken. Ist spannender, als ich vermutet habe. imdb vergibt 6,5. Ich tendiere zu 7/10 amerikanischen Krücken.

    The Ides Of March - Tage des Verrats (2011)
    Ein Politthriller von und mit George Clooney als demokratischen Präsidentschaftsanwärter. In seinem Wahlkampfteam und dem der Gegner finden sich Darsteller wie Ryan Gosling, Philipp Seymour Hoffman, Paul Giamatti und Jeffrey Wright, trotzdem nimmt der Film nur wenig Fahrt auf und bleibt einigermaßen spannungsarm. Das mag am Thema liegen, denn amerikanische Wahlkämpfe sind schon eine befremdliche Angelegenheit für manche Europäer. Außerdem konnte der Film die surrealen Ereignisse des vergangenen Jahres nicht vorhersehen und bleibt daher rückblickend ziemlich handzahm und wenig skandalös. Was auch immer vielleicht an kritischen Untertönen vorhanden sein sollte, wurde vom Wahlkampf 2016 völlig in den Schatten gestellt.
    Kommt wieder in die Flohmarkt-Kiste.
    Wegen der Darsteller-Riege und weil solide produziert und gespielt: 5/10 Journalisten-Freunde

  2. #577
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    The Girl with All the Gifts



    Der größte Teil der Menschheit wird Opfer einer parasitären Pilzinfektion, die das Gehirn angreift und die Menschen in verstandeslose Wesen verwandelt, die sich auf alles Lebende stürzen um es zu fressen.
    Nicht ganz unähnlich den klassischen Zombies, nur das diese Wesen (im Film treffend Hungrys genannt) sich nicht auf menschliche Gehirne spezialisiert haben, sondern alles fressen wollen was lebt. Ob das nun eine Ratte, eine Katze oder ein Mensch ist macht keinen Unterschied.

    Überlebt man eine Attacke der Hungrys, wird aber gebissen, verwandelt man sich binnen weniger Minuten ebenfalls in einen Hungry.

    Die wenigen Überlebenden haben sich in Militäranlagen zurück gezogen und verschanzt.
    Sie versuchen einen Impfstoff gegen die Pilzinfektion zu entwickeln. Quelle der Forschung sind Kinder, die zum Zeitpunkt der Infektion ihrer Mütter noch ungeboren waren.

    Sie wurden zwar auch infiziert (und haben sich ihren Weg aus dem Mutterleib heraus gefressen), aber trotz der Infektion sind die höheren Gehirnfunktionen erhalten geblieben. Zumindest so lange sie nicht hungrig werden, denn der Hunger muss um jeden Preis gestillt werden.

    Die Mischung aus Militärlager und Forschungseinrichtung, in der die Handlung des Filmes beginnt, wird von den Hungrys überrannt und die Überlebenden (einschließlich einem dieser Kinder) versuchen sich zur nächsten militärischen Einrichtung durchzuschlagen.

    Der Film weist gegen Ende noch einen kleinen Twist mit einem etwas anderen Ende auf, der aber für erfahrene Konsumenten des Genres nicht wirklich unerwartet kommt.

    Ich fühlte mich aber gut unterhalten, die schauspielerischen Leistungen waren durchweg auf hohem Niveau (mit Ausnahme der Hungrys, deren Repertoire naturgemäß etwas eingeschränkt ist, aber von einem besseren Zombie erwartet man auch keine oskarreife Präsentation ).

    Die IMDb-Wertung von 6.70 möchte ich aber noch etwas verbessern und vergebe 7/10.

  3. #578
    Cineast
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    Avatar von Gartek
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    Ein Käfer geht auf's Ganze (1971)
    Der erste "Dudu"-Film. Mein Gott ist der schlecht. Wieder mal ein Beispiel dafür, dass man sich die Filme, die man als Kind gut fand, als Erwachsener nicht noch mal ansehen sollte. Zugegeben: ich erinnere mich eigentlich hauptsächlich an den zweiten Film (mit Joachim Fuchsberger), als an diesen Film mit der Africa-Rallye, aber egal. Am Anfang gibt es ein paar Seitenhiebe auf die Herbie-Serie (ein weißer Schrottkäfer mit verwaschener 53 wird durch's Bild gefahren und der Hauptgegner ist ein weißer Ford Capri oder so, ebenfalls mit Nr. 53)

    Der Film besteht zu 30% aus Tieraufnahmen aus dem Archiv, die manchmal wahllos zwischen die Handlung geschnitten wurden, bzw. die irgendwie lose mit der Handlung verknüpft werden. Einige der Auto-Stunts sind so schlechte Miniatur-Modelle, dass weggucken möchte. Von Kontinuität und Handlung wollen wir mal lieber schweigen. Habe irgendwann auf 1,5-fach geschaut, damit es schneller vorbei ist.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich die anderen 4 Teile der Box jetzt überhaupt noch sehen möchte...
    3-4/10 löffelverschluckenden Kindern (inkl. 1-2 Kindheitserinnerungsbonuspunkten).
    Geändert von Gartek (07.07.2017 um 07:57 Uhr)

  4. #579
    Platzanweiser Avatar von Stromii
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    Aus dem Verleih
    "Don't Breathe"
    3 halbstarke brechen in das Haus eines blinden Kriegsveteranen ein, obwohl sie wissen, dass er zuhause ist. Sehr, sehr ungünstig - egal aus welcher Perspektive... Spannend und nicht künstlich auf 2 Stunden gezogen. Das gibt 7/10 knarrende Dielenbretter

  5. #580
    Cineast Avatar von Sasquatch
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    Zitat Zitat von Gartek Beitrag anzeigen
    Ein Käfer geht auf's Ganze (1971)
    Der erste "Dudu"-Film. Mein Gott ist der schlecht. Wieder mal ein Beispiel dafür, dass man sich die Filme, die man als Kind gut fand, als Erwachsener nicht noch mal ansehen sollte. Zugegeben: ich erinnere mich eigentlich hauptsächlich an den zweiten Film (mit Joachim Fuchsberger), als an diesen Film mit der Africa-Rallye, aber egal. Am Anfang gibt es ein paar Seitenhiebe auf die Herbie-Serie (ein weißer Schrottkäfer mit verwaschener 53 wird durch's Bild gefahren und der Hauptgegner ist ein weißer Ford Capri oder so, ebenfalls mit Nr. 53)

    Der Film besteht zu 30% aus Tieraufnahmen aus dem Archiv, die manchmal wahllos zwischen die Handlung geschnitten wurden, bzw. die irgendwie lose mit der Handlung verknüpft werden. Einige der Auto-Stunts sind so schlechte Miniatur-Modelle, dass weggucken möchte. Von Kontinuität und Handlung wollen wir mal lieber schweigen. Habe irgendwann auf 1,5-fach geschaut, damit es schneller vorbei ist.

    Ich bin mir nicht sicher, ob ich die anderen 4 Teile der Box jetzt überhaupt noch sehen möchte...
    3-4/10 löffelverschluckenden Kindern (inkl. 1-2 Kindheitserinnerungsbonuspunkten).
    Oh hauerha, jetzt trau ich mich gar nimmer auch nochmal zu schauen. Erinnere ich mich richtig, die Filme kamen relativ zeitnah zu Disney's Herbie? Und man hat schnell was "konkurrenzfähiges" gebraucht?
    If do not operate properly, can not recover the normal operation easily!


  6. #581
    Cineast
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    Avatar von Gartek
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    Zitat Zitat von Sasquatch Beitrag anzeigen
    Oh hauerha, jetzt trau ich mich gar nimmer auch nochmal zu schauen. Erinnere ich mich richtig, die Filme kamen relativ zeitnah zu Disney's Herbie? Und man hat schnell was "konkurrenzfähiges" gebraucht?
    Ich glaube schon, dass Herbie da Pate stand. Aber im Gegensatz zu Disney stand bei Dudu sichtbar erheblich weniger Geld zur Verfügung. Aber immerhin ist Dudu - wenn man der imdb glauben mag - die Vorage für K.I.T.T. gewesen.

    Mal sehen, Teil 2 mit Fuchsberger werde ich auf jeden Fall noch eine Chance geben.

  7. #582
    Platzanweiser Avatar von Stromii
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    Dreamcatcher

    Irgendwie spannend. Und ekelig. Aber auch spannend. Und etwas ekelig. Aber die Spannung überwiegt.
    Lohnt sich auf jeden Fall mal gesehen zu haben. Nach dem Roman "Duddits" von Steven King. Laut Wiki ein "Science - Fiction - Film mit Horrorelementen," aber da ist noch etliches mehr mit "verwurstet"...

    7/10 heimliche Lagerräume

  8. #583
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Zitat Zitat von Sasquatch Beitrag anzeigen
    Erinnere ich mich richtig, die Filme kamen relativ zeitnah zu Disney's Herbie?
    Ich fand schon Herbie mies, da muss ich mir Dudu erst gar nicht antun.

    Ich sehe mir gerade die erste Staffel von Taboo an (die zweite Staffel ist erst für 2018 angekündigt) und bin bisher recht angetan.
    Spielt im Jahr 1814 in London und ist eine schwer zu definierende Mischung zwischen Historiendrama und Mysterieserie (wobei sich der Mysterieteil bisher größtenteils in Andeutungen erschöpft).

    Die Rolle des einsamen, absolut gewissen- und skrupellosen Fremden ist Tom Hardy wie auf den Leib geschrieben, aber alle anderen Rollen sind auch sehr gut besetzt und alle Schauspieler (bis in die Nebenrollen) liefern eine wirklich gute Performance.

    Kann ich jedem empfehlen, der dem Genre etwas abgewinnen kann.

  9. #584
    Dauergast Avatar von Donaldist
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    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen
    Taboo ... und bin bisher recht angetan.
    I second that!

    Zitat Zitat von Grainger Beitrag anzeigen
    Die Rolle des einsamen, absolut gewissen- und skrupellosen Fremden ist Tom Hardy wie auf den Leib geschrieben
    Das hat er wohl selbst getan: "It was created by Steven Knight, Tom Hardy, and his father, Edward "Chips" Hardy, and is based on a story written by Tom and Chips Hardy."

  10. #585
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Morgan



    Der Mensch spielt mal wieder Schöpfer und kreiert einen Menschen komplett aus künstlich geschaffener DNA. Natürlich baut man bei dieser Gelegenheit alle möglichen Verbesserungen (oder das, was man dafür hält) ein.

    Die junge Frau, die aus diesem Projekt hervor geht, ist uns intellektuell und körperlich überlegen, aber emotional scheinbar instabil.
    Als sie eine ihrer Betreuerinnen angreift und schwer verletzt, wird eine Krisenmanagerin (im Original "Corporate Troubleshooter") in das Forschungszentrum am Ende der Welt geschickt, um über das Weiterbestehen des Projekts zu entscheiden.

    Im Laufe der Handlung erfährt man, dass das Morgan-Projekt nicht das erste seiner Art ist, es gab in Helsinki schon einen derartigen Versuch mit mehreren künstlich erschaffenen Menschen (man wollte wohl mal wieder einen Supersoldaten erschaffen), der in einer Katastrophe endete.

    Der Film hat kein Happy End

    Spoiler: (auch weil, wie man eher nebenbei erfährt, das Morgan-Projekt auf seinem Vorgänger aus Helsinki basiert und die Supersoldaten-Gene wohl auch in Morgan noch vorhanden sind)
    aber der Twist gegen Ende ist leider absolut vorhersehbar (oder war es zumindest für mich).

    Trotzdem fühlte ich mich gut unterhalten, die Länge von ist 92 Minuten genau richtig, es gab keine spürbaren Längen.

    Die IMDb-Wertung von 5,80 wird dem Film nicht gerecht, ich vergebe 6,50/10.
    Manche Arbeit gefällt mir.
    D
    a könnte ich stundenlang zugucken.

  11. #586
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Attraction

    Ein russischer SF-Film mit rund 130 Minuten Dauer.
    Fängt tatsächlich recht vielversprechend an, hat in der Mitte einige Durchhänger und verwandelt sich im letzten Drittel leider in eine ziemliche Schmonzette á la "Nur die Liebe kann das Universum retten".
    Da wurde wirklich ziemlich viel Potential verschenkt.

    Die Schauspieler (von denen man die meisten im Westen nicht kennen wird) sind teilweise nicht schlecht, aber auch nicht überragend gut. Schauspielerisch wird im Großen und Ganzen eher durchschnittliche Hausmannskost auf TV-Niveau geboten.

    Selbst als SF-Fan muss man Attraction nicht gesehen haben.

    Der IMDb-Wertung von 5,30/10 kann ich in diesem Fall voll zustimmen, im ersten Drittel liegt der Film zwar deutlich darüber, im letzten Drittel (das ich tatsächlich recht ärgerlich fand) eher darunter, so dass die Bewertung im Durchschnitt imho zutreffend ist.

  12. #587
    Cineast
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    Avatar von Gartek
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    Get Out (2017)
    Unser Überraschungsfilm des Jahres. Vor ein paar Monaten auf die Lovefilm-Liste gesetzt wegen wohl guter Kritiken und vergessen. Das einzige, woran ich mich erinnerte war, dass es um eine weiße junge Frau geht, die ihren schwarzen Freund zum ersten Mal mit zu ihren Eltern nimmt.

    In der Annahme, dass es sich um so eine Culture-Clash-Komödie handelt, eingelegt, um dann festzustellen, dass der Film überhaupt nicht witzig sondern verdammt spannend ist. Die sehr entgegenkommende Familie lässt einen dann doch schnell an ihrer Aufrichtigkeit zweifeln und es entwickelt sich ein spannender Film um das heiße Eisen der Rassenunterschiede und -vorurteile.

    Gut, einige Entwicklungen kann man im Laufe des Films vorausahnen, doch ist der Film gut geschrieben, produziert und gespielt. Können wir weiterempfehlen, und je weniger man vorher weiß, desto besser.

    8-9/10 Teetassen

  13. #588
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Hell or High Water

    Eine Mischung zwischen postmodernem Western und Roadmovie.
    Zwei Brüder überfallen in einer Gegend in Texas, die sogar für texanische Verhältnisse am Arsch der Welt liegt (die Aufnahmen der Landschaften und Städtchen sind zum Teil fast schon erschreckend öde), mehrere kleine Bankfilialen. Ihr Plan ist, genug Geld zusammen zu bekommen, um eine Hypothek ablösen zu können die auf der Ranch ihrer kürzlich verstorbenen Mutter liegt.

    Auf dem Gelände der Ranch wurde Öl gefunden und die Bank (bzw. der Ölkonzern, der mit der Bank eng zusammen arbeitet) hoffen, die gesamten Ranch einschließlich des Ölvorkommens für ganz kleines Geld einsacken zu können falls die Hypothek nicht fristgerecht getilgt wird.

    Die Überfälle auf kleine Bankfilialen in der landläufigen Einöde von Texas ist dem FBI zu unbedeutend, also werden zwei Texasranger auf die Sache angesetzt.

    Die Situation eskaliert aber recht schnell.

    Mehr will ich nicht verraten. Der Film ist für Freunde des Genres absolut sehenswert, die Rollen sind bis in die Nebenrollen gut und glaubwürdig besetzt, alle Schauspieler geben ihr Bestes und die Dialoge passen auch.

    Der Film war für vier Oscars nominiert, hat aber letztendlich keinen einzigen erhalten.

    Der IMDb-Bewertung von 7,60/10 kann ich mich voll anschließen.

  14. #589
    Cineast
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    Avatar von Gartek
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    Mary and Max

    Ein Claymation-Film aus dem Jahre 2009, mit den Stimmen von Philip Seymour Hoffman und Toni Collette - auch wenn nicht so viel Dialog gesprochen wird, sondern meist vom Erzähler (Barry Humphries) kommentiert wird.

    Mary ist ein kleines 8jähriges Mädchen in einem Vorort in Australien im Jahre 1976, ohne Freunde, mit einer Vorliebe für Schokolade und den Cartoon "The Noblets", einer Alkie-Mutter, einem Vater, der lieber Tiere ausstopft, statt sich seiner Familie zu widmen. Eines Tages findet sie ein Telefonbuch von New York und schreibt dem beliebig ausgewählten Max einen Brief. Dieser ist 44, fettleibig, mag ebenfalls Schokolade und die Noblets und hat diverse psychische Störungen, was im Laufe des Films als Asperger-Syndrom diagnostiziert wird.

    Der Film stellt dar, wie sich diese Brieffreundschaft und das Privatleben der beiden in den nächsten 20 Jahren entwickelt und wie sie sich gegenseitig die Welt erklären, weil es niemand anders tut. Die Bildgestaltung ist sehr monochrom (braun in Australien, schwarz-weiß in New York) mit wenigen Farbtupfern gehalten, und im Gegensatz zu den bekannten Aardman-Claymation (z.B. Wallace & Gromit, Shaun das Schaf) ist dieser Streifen definitiv kein Spaß für die ganze Familie, sondern eher ein Feel-Bad-Movie. Der Humor ist oft schwärzer als schwarz und eigentlich geht es allen schlecht, aber sie machen irgendwie weiter. FSK 12 ist definitiv gerechtfertigt.

    Es ist schwer ein Fazit zu ziehen. Der Film kann einen ganz schön runterziehen, ist in vielen Situationen gnadenlos unverblümt, aber dann doch wieder voll Witz und Hoffnung. Verrückte Ideen und Gags gibt es, aber oft bleibt einem doch das Lachen etwas im Hals stecken, weil im nächsten Moment schon wieder etwas Schreckliches passiert, oder Alkoholismus und Krankheiten und Katastrophen auf eine lustig-böse Art und Weise dargestellt werden - eine ziemliche Achterbahn, die in den rund 90 Minuten gefahren wird. Ein Film, der beeindruckt, nachdenklich macht, aber wahrscheinlich nicht so schnell wieder im Player landet.

    8/10 Schokoladenhotdogs

  15. #590
    Platzanweiser Avatar von Stromii
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    Zitat Zitat von Gartek Beitrag anzeigen
    wahrscheinlich nicht so schnell wieder im Player landet.
    ...aber trotzdem der Sammlung einverleibt bleibt.

  16. #591
    Cineast Avatar von Maxe
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    The Babysitter (Netflix)
    Cole allein zu Haus

    Ein 12-jähriger Angsthase hat eine superscharfe Babysitterin, die jeden bösen Jungen Angst macht. Dummerweise schlägt seine hübsche Klassenkameradin vor, mal nachzuschauen, was diese nachts so teibt ... blutige Kills, bei denen kein Auge trocken bleibt. Eigentlich ein toll gemachter Kinderfilm, der das 10-Kleine-Negerlein-Prinzip umgehrt und definitiv nichts für 12-Jährige ist.

    Leicht übertriebene:
    8 / 10 Superteams

  17. #592
    Cineast Avatar von Maxe
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    Red Sniper - Die Todesschützin
    „The whole world will love her for a long time to come / For more than three hundred nazis fell by your gun“, Woody Guthrie.

    Ich habe mich erst an den nicht herangetraut. Zum einem sind russische Filme immer speziell (entsprechen nicht hiesigen Sehgewohnheiten) und zum anderen wurde von Liebenskram und Rückblenden geschrieben ... dem ist so, aber zum Glück nicht entscheidend. Schwerpunkt bildet die Verteidigung von Sewastopol und Männer, die sie schützten.

    Top-Film, nicht nur emotional sondern auch militärisch nachvollziehbar.
    9 / 10 deutsche Weihnachtsfeiern

  18. #593
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Die Mumie

    Ist ganz eindeutig als Auftakt zu einer neuen filmischen Reihe angesiedelt.
    Hat aber nicht mal ansatzweise den Flair der Mumienfilme mit Brendan Fraser.

    Humor ist fast gar nicht vorhanden und Tom Cruise tut eben was, was er am besten kann: er spielt Tom Cruise.

    Der Film geht 110 Minuten und der Funke wollte nicht in einer einzigen Minute überspringen. Die neue Mumie ist nicht so schlecht, dass ich ihn abschalten wollte, aber sooo langweilig und nimmt sich selbst viel zu ernst (wie schon gesagt: kein bisschen Humor, bierernst wie eine griechische Tragödie).

    Die IMDb-Wertung von 5,50/10 für einen Möchtegern-Blockbuster mit Tom Cruise sagt da schon alles, mehr möchte ich auch nicht vergeben.


    King Arthur - Legend of the Sword

    Ich mag eigentlich die Filme von Guy Ritchie (fast alle bis auf seine unsäglichen Madonna-Videos ), aber was er mit King Arthur abgeliefert hat…

    Das ist wie eine der vielen Hollywood-Fantasy-Verwurstungen diverser Sagen, Legenden und Märchen: alles in einen Topf, gut umrühren und fertig (riesengroße Kriegselefante wie frisch aus HdR importiert, …).
    Dabei sind die Rollen zum großen Teil gut und durchaus zutreffend und glaubwürdig besetzt, aber wenn schon das Drehbuch so bescheiden ist können auch die motiviertesten Schauspieler nicht mehr viel ausrichten.

    Die IMDb_Wertung ist mit 6,90/10 immerhin besser wie die von der Mumie, aber so viel besser fand ich ihn eigentlich nicht.
    Ich vergebe 6,0/10.

  19. #594
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Wonder Woman

    Frauenpower in Comic-Universum (dieses Mal nicht von Marvel, sondern von DC).
    Während ich Batman vs Superman gar nichts abgewinnen konnte und irgendwann gelangweilt abgeschaltet habe, hat mir Wonder Woman eindeutig besser gefallen.

    Ist natürlich reines Popcorn-Kino ohne den geringsten Anspruch, aber wir reden hier ja auch von einer Comic-Verfilmung.

    Allerdings muss ich auch zugeben, dass die extreme Häufung der ganzen Comic-Verfilmungen der letzten Jahre (allerdings überwiegend aus dem Marvel-Universum) bei mir doch einen gewissen gewissen Ermüdungseffekt hervorrufen und mich mehr und mehr langweilen.

    Ich finde die IMDb-Wertung von 7,60/10 auch um einiges zu hoch.
    Wonder Woman ist sicherlich eine der besseren Comic-Verfilmungen, aber auch nicht überragend.

    Weil mich der Film aber an einem verregneten Sonntag gut unterhalten hat vergebe ich 7,0/10.

  20. #595
    Cineast Avatar von Maxe
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    Passengers
    Gestrandet auf einem angeschlagenem Schiff.

    Das Kammerspiel brilliert mit seinen herrlichen Filmaufnahmen: Das Weltall, die Schwimmhalle ... tolle Effekte. Natürlich ist die Handlung vorhersehbar, Jennifer Lawrence älter als in Panem und Chris Pratt hat stets (na ja, nach einer kleinen Episode) einen gepflegten 3-Tagesbart. Den Gastauftritt von Laurence Fishburne hätte man sich sparen können / sollen.

    Bild: 10 / 10 Milchstraßen
    Ton: 7 / 10 Wasserblasen
    Film: 6 / 10 Barkeeper

    Gesamt: 7,7 / 10 Mechaniker

  21. #596
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Passengers habe ich nicht zu Ende geschaut, ist einer der wenigen Filme die ich abgeschaltet habe.
    War mir ehrlich gesagt ganz einfach zu langweilig und zu banal.

  22. #597
    Cineast Avatar von Maxe
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    @Grainger, nicht weitersagen: Ich finde Jennifer Lawrence optisch ganz passabel, da nicht so dürr

    Lethal Weapon (1.Staffel)
    Zwei stahlharte Profis in Serie.

    Gleich zu Beginn: Die neuen Darsteller tun ihr Bestes. Vor allem der mir bisher unbekannte Clayne Crawford (Riggs) hat sicher jedesmal Stunden gebraucht, um exakt so "verlaust" auszusehen und die gleiche Haarlänge hinzubekommen, wie am ersten Tag. Damon Wayans ist mir noch gut als "Jimmy Dix" oder "Mj. Payne" in Erinnerung, aber ... sie passen einfach nicht in die Rollen, selbst wenn man sich die Originale wegdenkt.

    Die abgeschlossenen "Abenteuer" kommen seicht, banal und selbst für Actionfilme unglaubwürdig daher. Entsprechend wurden die persönlichen Probleme, insbesondere von Riggs, als Rahmenhandlung aufgebauscht und mündeten in einen lächerlichen Cliffhanger.

    Das klingt wie ein harter Veriss, ist es aber nicht: Die Serie unterhält als Abendprogramm nach der Arbeit. Macht:
    6 / 10 geklaute Szenen

  23. #598
    Cineast
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    Die Jagd (mit Mads Mikkelsen)

    Lukas (Mikkelsen), Anfang 40, geschieden, arbeitet im Kindergarten seines Kaffs, nachdem die Schule dicht gemacht hat. Dort ist auch die 4jährige Tochter seines besten Freundes, die - nachdem sie sich einmal über ihn geärgert hat - der Kindergartenchefin im Zusammenhang mit Lukas etwas über Penisse erzählt, was sie von ihrem großen Bruder aufgeschnappt hat. Durch eine gewisse Voreingenommenheit der Chefin, Therapeuten und Behörden ist sich die Erwachsenenwelt schnell sicher, dass da ein Übergriff gewesen ist und die Hexenjagd beginnt...

    Die Skandinavier haben wohl manchmal ein Faible für Feel-Bad-Filme. Dieser zählt definitiv dazu. Recht realistisch geschrieben, inszeniert und dargestellt, außer dass ich persönlich von vorneherein mehr auf Kommunikation zwischen allen Beteiligten gesetzt hätte. Aber Vorurteile, Erwartungshaltungen und Reaktionen kann man sich durchaus so vorstellen. Das ganze wird konsequent durchgezogen, und wenn man sich ansieht, was gerade im Reallife-Hollywood abgeht, auch vom Hysterielevel nicht überzogen. Sowohl tatsächliches Filmende als auch das alternative Ende auf der Blu-Ray haben wir im Laufe der letzten Minuten in Betracht gezogen. Eins von beiden ist eben etwas düsterer als das andere...

    Konnte man sich mal angucken, braucht man so schnell nicht nochmal, weil einfach zu verstörend vom Ansatz her - gerade, wenn man selbst in pädagogischen Berufen tätig ist.
    7/10 Koteletts aus dem Supermarkt

  24. #599
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Zitat Zitat von Maxe Beitrag anzeigen
    @Grainger, nicht weitersagen: Ich finde Jennifer Lawrence optisch ganz passabel, da nicht so dürr
    Ich finde auch, dass sie ganz nett anzuschauen ist.
    Das alleine kann aber auch keinen ganzen Film tragen.


    I Am a Hero



    Der Film basiert auf dem gleichnamigen japanischen Manga.

    Der Magna-Zeichner Hideo hat vor Jahren bei einem Nachwuchswettbewerb einen Preis gewonnen, aber seither leider nichts Kreatives mehr auf die Reihe gebracht. Seine Brötchen verdient er sich zwar als Mangazeichner, erledigt in einem kleinen Büro zusammen mit ein paar anderen aber nur noch Auftragsarbeiten für Dritte.

    Nach wie vor träumt er aber von seinem großen Durchbruch. Seine Freundin ist das aber allmählich leid und wirft ihn auf die Straße.
    Am nächsten Tag erreicht ihn ein telefonischer Notruf seiner Freundin, als er ihr zu Hilfe eilt erlebt er mit wie sie sich in einen Zombie verwandelt.
    Die Zombie-Epidemie greift rasch, die Nachrichtensender verbreiten die Botschaft das sich der Zombievirus in großen Höhen angeblich nicht verbreiten kann.

    Hideo beschließt also, die Großstadt zu verlassen und sich auf den Weg zum Fujiyama zu machen.

    Unterwegs stößt er auf ein von Zombies belagertes Outlet-Zentrum, auf dessen Dach sich Überlebende in Sicherheit gebracht haben. Regelmäßig müssen diese gefährliche Plünderungstouren in das Outlet-Zentrum unternehmen, um ihre Vorräte aufzufrischen.
    Die Ähnlichkeiten zu Dawn of the Dead sind unübersehbar.

    Der Film hält sich nicht mit pseudowissenschaftlichen Erklärungen auf, woher die Zombie-Epidemie denn herrühren mag und kommt nach der kurzen Einführung gleich zur Sache. Es gibt ein paar kleinere Durchhänger während der Filmdauer von immerhin knapp über 2 Stunden, insgesamt vergeht die Zeit aber wie im Flug.

    Erstaunt hat mich die Altersfreigabe ab 16, die Zombies sehen teilweise wirklich erschreckend bizarr aus (da haben die Maskenbildner ganze Arbeit geleistet) und es gibt auch etliche ziemlich heftige Szenen im Film.

    Die IMDb-Wertung von 6,80/10 finde ich grundsätzlich in Ordnung. Als Freund japanischer Filme im Allgemeinen und des Genres im Besonderen vergebe ich aber noch einen kleinen Bonus und komme auf 7,30/10.

  25. #600
    Gastronomie-Mitarbeiter Avatar von Grainger
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    Fängt recht gut und mit einer vielversprechenden Idee an, lässt aber leider sehr schnell nach und hat mittendrin auch den einen oder anderen Durchhänger. Da wurde viel Potential verschenkt, aus der Idee hätte man mehr machen können.
    Die Hauptdarsteller spielen zwar routiniert (aber nicht inspiriert), aber der Funke will nicht so recht überspringen.

    Die IMDb-Wertung von 6,20 kommt mir allerdings dennoch zu niedrig vor, vermutlich haben sich viele vom Trailer täuschen lassen, der den Zuschauer einen ganz anderen Film erwarten lässt als er letztendlich zu sehen bekommt. Mindestens die Hälfte der Screentime des Monsters bekommt man nämlich schon im Trailer zu sehen, sehr viel mehr kommt da im ganzen Film nicht.

    Ich vergebe 6,80/10.

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